Diversifikation – die Sache mit den Eiern, Casinos und dem einzigen Geschenk, das Sie als Anleger von den Finanzmärkten erwarten dürfen!

Wir alle wissen: Kapitalanlage ist einfach, aber nicht leicht! Oft wissen wir, was zu tun ist. Dennoch scheitern wir häufig an unserem eigenen Verhalten. Ähnlich, wie wir wissen, dass eine gesunde Ernährung förderlich für unser Wohlbefinden ist, fällt es uns schwer, unser Wissen umzusetzen und uns vor allem danach zu richten.

Analog lässt sich unser Ernährungsverhalten mit unseren Handlungen an den Kapitalmärkten vergleichen. An den Kapitalmärkten ist mangelnde Diversifikation vergleichbar mit einer einseitigen Ernährung, die zu Mangelerscheinungen führt und schlussendlich unsere Gesundheit belastet.

Auch wenn wir heute noch nichts davon spüren, so wissen wir doch, dass auf lange Sicht Obst und Gemüse für unser Wohlbefinden am besten sind. Dennoch, es fällt uns heute schwer, auf Fast Food, Snacks oder Süßigkeiten zu verzichten.

Ähnlich wie mit unserer Gesundheit verhält es sich mit Kapitalanlagen. Diversifikation ist der einzige „Free-Lunch“, den die Kapitalmärkte bieten oder wie Merton Miller, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (1990), es ausdrückte, der „beste Freund des Anlegers.“ Hierbei bedeutet Diversifikation nichts anderes, als es zu vermeiden, „alle Eier in einen Korb zu legen“. Hiervon haben wir ja alle schon mal gehört und werden zustimmend nicken.

Doch die Vorstellung, dass wir Entscheidungen treffen, um unser Portfolio zu konzentrieren, kann sehr verlockend und verführerisch sein. Häufig können wir der Versuchung nicht widerstehen, einen großen Teil unseres Geldes auf eine spezifische Idee zu setzen. Schließlich wollen wir alle am liebsten nur in die Anlagen investieren, die gerade jetzt die höchsten Erträge versprechen…

Diese Idee zu verwirklichen, ist vergleichbar mit einem Casinobesuch und gleicht dem Einsatz bei einem Glücksspiel. Denn auch an den Kapitalmärkten wissen Sie nicht, wenn Sie Ihr Geld setzen, ob sich gerade diese Idee in Zukunft auszahlen wird. Hierfür gibt es in der Vergangenheit unzählige Beispiele.

Selbst renommierte Unternehmen, die zu den erfolgreichsten einer Volkswirtschaft zählten, haben die Erwartungen ihrer Anleger enttäuscht und zu herben Vermögensverlusten geführt.

So kündigte 2001 ein prominentes Wirtschaftsmagazin auf seiner Titelseite einen Artikel über die sicherste Anlage Amerikas an – „eine unbesiegbare Ergebnismaschine, die auch durch die jüngste Rezession ohne jegliche Kratzer gekommen ist“.

Was glauben Sie, war die sicherste Anlage Amerikas zu dieser Zeit?

Das Wirtschaftsmagazin schrieb über Fannie Mae, die weltweit größte Hypothekenbank, die 2001 mit 79 US-Dollar gehandelt wurde und während des darauffolgenden Börsenabschwungs nahezu nichts verloren hatte.

Ende 2012 war diese Aktie nicht einmal mehr 1 US-Dollar wert und eines der prominentesten Opfer der Finanzmarktkrise in den USA.

Ein Anleger, der sein Vermögen aufgrund solcher Lobeshymnen auf das sicherste Investment der USA konzentriert hätte, hätte sein gesamtes Vermögen verloren.

Hier noch einige weitere Beispiele: Eastman Kodak, Polaroid, Pan Am, Delta Airlines, Bethlehem Steel, Washington Mutual etc.

Deutschen Unternehmen ging es nicht anders, denken wir hier an Commerzbank, Pfleiderer, Heidelberger Druck, HypoReal Estate oder die Solarbranche.

All dies sind Argumente für Diversifikation. Da wir nicht wissen, welche Anlagen in Zukunft die besten Erträge liefern, macht es auch überhaupt keinen Sinn, darüber nachzudenken und sein Vermögen auf solche Werte zu setzen.

Die Chance, mit einer kleinen Menge aus handverlesenen Aktien im Laufe der Jahrzehnte Millionär zu werden, sind minimal. Zu diesem Ergebnis kommt Hendrik Bessembinder, ein Finanzwissenschaftler an der Universität Arizona.

Bessembinder untersuchte die Entwicklung von annähernd 26.000 Aktien bis zurück in die 1920er Jahre. Von den rund 26.000 untersuchten Aktien waren lediglich 86 für den halben Wohlstandsgewinn des US-Börsenbarometers S&P 500, welcher von 1920 bis heute stattliche 5,6 % Wertzuwach pro Jahr lieferte, verantwortlich. Das entspricht lediglich 0,3 Prozent der in der Zeit im Index vertretenen Aktien.

Die 1.000 besten Aktien, also weniger als vier Prozent der Grundgesamtheit, haben sämtlichen Wohlstand im S&P 500 in den zurückliegenden knapp 100 Jahren geschaffen. Bei den verbleibenden  25.000 Papieren hätten Anleger ihr Geld besser und vor allem nervenschonender in festverzinslich Papieren anlegen können.

Ein führender Wirtschaftswissenschaftler verglich das Anlegerverhalten an den Kapitalmärkten mit dem eines Spielcasinos. Einige Spieler haben Glück und gehen mit viel Geld nach Hause. Würden diese Spieler erneut das Casino aufsuchen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre Gewinne wieder abgeben würden. Am Ende würden sie mit leeren Taschen dastehen.

Mathematisch betrachtet gehen Sie in ein Spielcasino, um Geld zu verlieren. Die Wahrscheinlichkeit hierfür steigt, je länger und häufiger sie spielen.

Als Anleger werden Sie durch solch ein Verhalten nachhaltig nicht erfolgreich sein. Besser, Sie schlüpfen in die Rolle des Spielcasinos. Zwar können Sie an einzelnen Tagen Geld verlieren, weil gerade mal ein Spieler Glück hatte. Langfristig aber werden sie zu den Gewinnern zählen und können, ähnlich wie Spielcasinos, große Vermögen anhäufen. Sie werden wie Casinos von den Spielern profitieren, die an den Kapitalmärkten spielen und mit deren Verlusten Ihre Gewinne bezahlen.

Sie haben die Wahl. Möchten Sie lieber ein Spieler sein und Wetten an den Kapitalmärkten platzieren, weil Sie glauben, dass gerade diese Wette Sie reich machen wird? Oder möchten Sie wie ein Casinobesitzer handeln, der an der Kraft der Kapitalmärkte partizipiert und systematisch agiert, um prognosefrei von der Rendite der Finanzmärkte zu profitieren.

Werfen Sie einen Blick auf Las Vegas. Dann wird vieles klarer.

Willkommen in Las Vegas

(Foto: Ken Mellott – Fotolia.com / somchaij – Fotolia.com)

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