Jahresrückblick & Wertentwicklung 2018

2018 – ein verheerendes Börsenjahr, welches den Glauben an die Zukunft der Kapitalmärkte einmal mehr belastete.

Wie auch schon die Jahre zuvor waren die Prognosen der Finanzprofis und Anlagestrategen der Finanzinstitute keine wirkliche Hilfe. Das Gegenteil war der Fall.

In 2018 fiel die Prognoseschätzung der Börsenstrategen viel zu optimistisch aus. Zu Jahresbeginn 2018 lag die Konsensusschätzung der Experten für den Deutschen Aktienindex DAX bei rund 14.000 Punkten (Quelle: StarCapital).

Tatsächlich verlor der deutsche Leitindex über 18 Prozent und beendete den Handel mit 10.559 Punkten. Die Analysten der Banken und Finanzinstitute verschätzten sich also annähernd um fünfundzwanzig Prozentpunkte.

Rückblickend betrachtet war 2018 ein schwieriges Jahr für sämtliche liquiden Anlageklassen, die allesamt stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Verantwortlich hierfür waren Berichte über eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums, niedrigere Unternehmensgewinne,  der Austritt Großbritanniens aus der EU (Brexit), eine mögliche Finanzkrise in Italien, die Handelskonflikte insbesondere zwischen USA und China sowie eine sich abflachende Zinsstrukturkurve in den USA. Dennoch wuchs die globale Wirtschaft weiter. Dabei fanden sich 44 der 45 von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beobachteten Länder auf Wachstumskurs. Lediglich Argentinien war das einzige Land, bei dem ein Schrumpfen der Wirtschaft erwartet wurde.

Abbildung 1 stellt einige der bedeutendsten Schlagzeilen des Jahres 2018 im Kontext der Wertentwicklung der weltweiten Aktienmärkte dar, gemessen am MSCI All Country World Index (IMI). Diese Schlagzeilen werden nicht zitiert, um Marktrenditen zu erklären. Vielmehr sollen sie daran erinnern, Tagesereignisse mit einer langfristigen Perspektive zu betrachten und es zu vermeiden, Anlageentscheidungen ausschließlich aufgrund der Nachrichtenlage zu treffen.

Die globalen Aktienmärkte

Zwar konnten die globalen Aktienmärkte bis September noch positive Renditen erzielen. Jedoch führten rückläufige Kurse von mehr als zehn Prozent im vierten Quartal zu einem bescheidenen Jahresergebnis von – 5,55 % für den MSCI All Country World Index.

Betrachtet man die Wertentwicklung der einzelnen Länder des MSCI All Country World Index (IMI), so waren 41 von 47 Ländern im Jahresverlauf 2018 rückläufig. Zwei Länder erzielten positive Renditen in den entwickelten Märkten und vier Länder eine positive Rendite in den Schwellenländern. Wie üblich variierten die Renditen auf Länderebene erheblich. In den entwickelten Märkten lagen die Renditen zwischen -20,3 % in Belgien und 5,0 % in Neuseeland. In den Schwellenländern lagen die Renditen zwischen -38,4 % in der Türkei und 33,5 % in Katar.

Dow Jones überraschte mit relativer Stärke

US-amerikanische Standardwerte stemmten sich, trotz der ambitionierten Bewertung, gegen die allgemeine schwache Marktverfassung. Diese relative Stärke führte bei dem Dow Jones Industrial Index zu einem im Vergleich beachtlichen Jahresergebnis von minus 1,21 % p.a. in Euro gerechnet.

Quelle: FVBS – Edisoft GmbH, Stand: 18.01.2019/Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für eine zukünftige Wertentwicklung.

Ein schwieriges Jahr für europäische und deutsche Aktien

Andere Anlageklassen hatten einen weitaus schwierigeren Stand. Europäische Indizes schnitten auf Jahressicht im Vergleich mit dem globalen MSCI All Country World Index schlechter ab. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor rund 18 % und der MSCI Europe verzeichnete ein Minus von 10,6 %. Auch Wachstumsmärkte konnten sich der allgemeinen Marktschwäche nicht entziehen. Beispielsweise brach die Technologiebörse Nasdaq in den letzten drei Monaten des Jahres um 22 Prozent ein und verhagelte damit das Jahresergebnis.

Quelle: FVBS – Edisoft GmbH, Stand: 18.01.2019/Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für eine zukünftige Wertentwicklung.

Euro in US-Dollar und Rohöl folgten dem allgemeinen Trend

Rohöl verlor 21 % und auch der Euro schwächte sich gegenüber dem US-Dollar um 4,7 % ab.

Quelle: FVBS – Edisoft GmbH, Stand: 18.01.2019/Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für eine zukünftige Wertentwicklung.

Die großen Verlierer in 2018 waren Währungen einiger Schwellenländer, der chinesische und türkische Aktienmarkt und die Kryptowährung Bitcoin

Insbesondere die Währungen der Schwellenländer (Argentinischer Peso: – 50,5 %, Türkische Lira:  – 28 %) und der chinesische und türkische Aktienmarkt (Shenzhen: – 34 % in EUR/ Istanbul ISE – 38 %) belastete global ausgerichtete Investoren. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Wertentwicklung der gesamten Schwellenländeraktien. Der MSCI Emerging Markets beendete das Börsenjahr 2018 mit einem Verlust von 10,3 %.

Anleger, die auf Kryptowährungen gesetzt hatten, erlitten substanzielle Vermögensverluste. Der noch zuvor „gehypte“ Bitcoin belastete seine wagemutigen Anleger sehr. Mit einem Minus von 74 % brachte er seine Investoren in eine äußerst prekäre Situation.

Sichere Häfen waren Mangelware

Selbst traditionelle „Fluchtwerte“ taten sich schwer. Europäische und US-amerikanische Staatsanleihen erzielten nur eine sehr niedrige bis leicht negative Rendite. Unternehmensanleihen verloren 2,6 % p.a. Lediglich Gold konnte in Euro gerechnet eine Wertsteigerung von 3,6 % erzielen.

Quelle: FVBS – Edisoft GmbH, Stand: 18.01.2019/Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für eine zukünftige Wertentwicklung.

Was bringt die Zukunft?

Trotz einer ersten Abschwächungstendenz und warnenden Stimmen (IWF, Deutscher Finanzminister) ist das Wirtschaftswachstum nach OECD Prognosen weiterhin immer noch robust. Dennoch zeigen diverse Frühindikatoren Abschwächungstendenzen (ZEW, IFO-Geschäftsklimaindex). Die spannende Frage für die Zukunft wird lauten: Verliert die Wirtschaft weiter an Fahrt und droht möglicherweise eine Rezession oder aber handelt es sich lediglich um eine Wachstumsdelle? In diesem Fall wäre die beobachtete Kursentwicklung in 2018 nur eine normale Reaktion der Kapitalmärkte, wie sie in unregelmäßigen Abständen immer wieder zu beobachten ist.

Genau diese Frage zu beantworten ist aus heutiger Sicht faktisch unmöglich. Wer weiß schon, wie beispielsweise der Handelsstreit zwischen der USA und China oder der Brexit schlussendlich ausgeht.

Dem entgegen steht die Statistik. Die nachfolgende Grafik aus Abbildung 2 zeigt die Wertentwicklung der Märkte nach Kursrückgängen von 10 %, 20 % und 30 %. Für jede Rückgangsschwelle werden die Renditen für US-amerikanische Large Cap Aktien, Large Cap Aktien aus entwickelten Märkten außerhalb der Vereinigten Staaten und Large Cap Aktien aus den Schwellenmärkten im darauffolgenden 12-Monatszeitraum gezeigt.

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Obwohl Marktrückgänge Anlegern Anlass zur Sorge bereiten, liefern die Daten Belege dafür, dass die Märkte – insbesondere dann, wenn keine Rezession folgt – nach einem Kursrückgang im Allgemeinen wieder positive Renditen erwirtschaften.

Günstig bewertete Portfolios geben Anlass zur Hoffnung

Zudem spricht die weiterhin günstige Bewertung der von uns empfohlenen Portfolios für ein Engagement. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis des Aktienanteils liegt bei 1,15 (Stand 31.12.2018). Die globalen Aktienmärkte kommen auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,9. Teurer ist der US-amerikanische Aktienmarkt. Dieser hat ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,9 (Stand 31.12.2018).

Wie entwickelten sich die großen global investierenden Mischfonds im Jahr 2018?

Wenngleich in 2018 auch bei den von uns empfohlenen Anlagestrategien Kursverluste entstanden sind, so konnten doch zumindest im Vergleich zu den milliardenschweren global investierenden Mischfonds akzeptable Ergebnisse erreicht werden. Verantwortlich hierfür war die internationale Ausrichtung und die hohe Diversifikation.

Wie schon die Jahre zuvor, so konnten auch in einer Korrekturphase die aktiven Anlagemanager nicht wirklich überzeugen. Risikoadjustiert waren die Ergebnisse in der Regel kaum besser als die von uns propagierten prognosefreien Strategien. Dies verwundert. Denn gerade in Abschwungphasen sollten doch aktiv verwaltete Portfolios ihre häufig angeführte kapitalerhaltende Stärke nutzen.

Die nachfolgenden Schaubilder geben einen Überblick.

Vergleich der Wertentwicklung des von uns empfohlenen Portfolio 70 (70 % Aktien) mit großen international anlegenden Mischfonds (primär Aktien) in 2018 

Quelle: FVBS – Edisoft GmbH, Stand: 23.01.2019/Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten wurden berücksichtigt. Die auf Anlegerebene anfallenden Kosten wie Depotkosten, Ausgabeaufschläge oder Beratungshonorare bleiben unberücksichtigt. Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine zukünftige Wertentwicklung. Diese Publikation dient lediglich der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlageberatung.

Wertentwicklung 2018 – primär Aktien/Welt

Quelle: FVBS/Edisoft GmbH – Stand: 23.01.2019 Die Wertentwicklungen und Volatilitäten sind auf EUR-Basis berechnet. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftigen Wertentwicklungen.

Vergleich der Wertentwicklung des von uns empfohlenen Portfolio 50 (50 % Aktien) mit großen international anlegenden Mischfonds in 2018

Quelle: FVBS – Edisoft GmbH, Stand: 23.01.2019/Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten wurden berücksichtigt. Die auf Anlegerebene anfallenden Kosten wie Depotkosten, Ausgabeaufschläge oder Beratungshonorare bleiben unberücksichtigt. Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine zukünftige Wertentwicklung. Diese Publikation dient lediglich der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlageberatung.

Wertentwicklung 2018 – Mischfonds Aktien+Anleihen/Welt

Quelle: FVBS/Edisoft GmbH – Stand: 23.01.2019 Die Wertentwicklungen und Volatilitäten sind auf EUR-Basis berechnet. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftigen Wertentwicklungen.

Vergleich der Wertentwicklung des von uns empfohlenen Portfolio 30 (30 % Aktien) mit großen international anlegenden Mischfonds (primär Anleihen) in 2018

Quelle: FVBS – Edisoft GmbH, Stand: 23.01.2019/Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten wurden berücksichtigt. Die auf Anlegerebene anfallenden Kosten wie Depotkosten, Ausgabeaufschläge oder Beratungshonorare bleiben unberücksichtigt. Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine zukünftige Wertentwicklung. Diese Publikation dient lediglich der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlageberatung.

Wertentwicklung 2018 – Mischfonds primär Anleihen/Welt

Quelle: FVBS/Edisoft GmbH – Stand: 23.01.2019 Die Wertentwicklungen und Volatilitäten sind auf EUR-Basis berechnet. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftigen Wertentwicklungen.

Fazit: Im Rahmen der globalen Ausrichtung unserer Portfolios unterstützte der US-amerikanische Aktienmarkt nicht zuletzt aufgrund der doch signifikanten Gewichtung (ca. 30 %) und seiner relativen Stärke die Wertentwicklung der von uns empfohlenen Portfolien. Hier zeigt sich einmal mehr, dass Diversifikation ein wesentlicher Garant für den langfristigen Portfolioerfolg ist. Deshalb ist es besonders wichtig, auch in schwierigen Zeiten an der vereinbarten Strategie festzuhalten. 

 

Vergleichen Sie doch Ihre Geldanlage mit einem Mann, der langsam aber stetig auf einen hohen Berg hinaufwandert und einen Jo-Jo in der Hand hält und damit spielt. Selbstverständlich bewegt sich der rotierende Jo-Jo permanent auf und ab. Aber über die Zeit hinweg werden die Schwankungen des Jo-Jo in immer größerer Höhe stattfinden. Wäre es da nicht sinnvoller den Anstieg des Weges genau zu verfolgen, als das Auf und Ab des Jo-Jo´s?

                                                                                     Prof. Dr. Hartmut Walz

Ein kluger Investor wird sich von den kurzfristigen Schwankungen nicht aus der Ruhe bringen lassen und der langfristigen Aufwärtstendenz der Kapitalmärkte vertrauen.

Wir von Ludwig & Laux möchten dazu beitragen, dass Anleger sich nicht ständig an die Prognosen vermeintlicher Experten klammern oder gar selbst in die Glaskugel schauen, um Anlageentscheidungen zu treffen. Was das Börsengeschehen für 2019 bereithält, kann niemand mit Sicherheit vorhersagen.

Für weitere Fragen zu den von uns empfohlenen Strategien stehen wir Ihnen sehr gerne unter der 06861/709156 oder per E-Mail zur Verfügung.

(Foto: Detlev Reimer – Internetmarketingportal.de)

 

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